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Neue Direktbank vorgestellt

Neue Direktbank vorgestellt Sberbank Direct bietet Tagesgeldkonto mit 1,10% Zinsen

Seit Ende Juli 2014 ist in Deutschland eine neue Direktbank vertreten: Die Sberbank Direct mit Zweigniederlassung in Frankfurt am Main. Zum Start bietet sie ihren Kunden lediglich ein einziges Produkt an, ein Tagesgeldkonto mit 1,10% Zinsen. Erfahren Sie in diesem Artikel, wer hinter der Sberbank steckt, wie die Konditionen des Kontos im Detail aussehen und wie sicher eine Geldanlage bei der Bank ist.

Tagesgeld-Konditionen im Check

Das Tagesgeld der Sberbank Direct lockt mit vergleichsweise hohen 1,10% Zinsen. Hierbei gilt die Verzinsung unabhängig von der Einlagenhöhe. Da die Bank keine Mindesteinlage fordert und das Konto auch nicht durch eine Höchstgrenze beschränkt, werden beispielsweise Guthaben von 100 Euro, 5.000 Euro oder 50.000 Euro einheitlich mit 1,10% verzinst. Auf eine oft unbeliebte Zinsstaffelung wird verzichtet.

Die Konditionen für das Tagesgeld können überzeugen.

 

Die Zinsgutschriften werden 1x pro Quartal von der Sberbank Direct vorgenommen und dem Tagesgeldkonto unmittelbar gutgeschrieben. Eine tägliche Verfügbarkeit des Guthabens ist bei dieser Kontoform selbstverständlich.

Deutschland, Österreich, Russland – So ist die Sberbank verwurzelt

sberbank europe ag

Die Sberbank ist in Deutschland neu, aber bereits in 10 europäischen Ländern aktiv.

Die Wurzeln der Bank liegen in Russland, bei der Sberbank Russia. Dort ist sie die größte Bank des Landes und betreut mehr weltweit mehr als 100 Millionen Privatkunden. 50% der Anteile sind im Besitz der russischen Zentralbank. Mit der Sberbank Europe AG wurde eine Tochtergesellschaft in Österreich gegründet, die sich auf den europäischen Markt spezialisiert hat. Auch der europäische Ableger ist alles andere als klein, so sind über 4.500 Mitarbeiter beschäftigt, die sich aktuell auf 10 europäische Länder konzentrieren.

Für den Start in Deutschland wurde die Marke „Sberbank Direct“ aufgelegt. Wobei diese bislang nicht als klassische Marke im Patent- und Markenamt eingetragen ist. Unmittelbar hinter der Sberbank Direct steckt die Sberbank Europe AG mit Sitz in Wien. Deutsche Kunden werden aus Frankfurt betreut.

Was bedeutet diese Struktur für die Sicherheit?

Wer Geld auf ein Tagesgeldkonto der Sberbank Direct anlegt, ist über die österreichische Einlagensicherung geschützt. Durch die einheitliche EU-Regelung besteht somit eine 100%ige Absicherung für einen Kontostand von bis zu 100.000 Euro, pro Kunde. Vertragspartner ist die Sberbank Europe AG, nicht die Sberbank Russia. Die Bank unterliegt damit auch der österreichischen Finanzmarktaufsicht FMA und zusätzlich der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Insgesamt kann die Sicherheit mit einer deutschen Direktbank, die der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt, verglichen werden.

Hinweis: Die EU hat im Rahmen des Ukraine-Konflikts Sanktionen gegen fünf russische Banken verhängt. Betroffen sind Sberbank, VEB, VTB, Gazprombank und Rosselkhozbank – nicht aber die Tochterunternehmen der Bank in Österreich. Auch nach Angaben der Stiftung Warentest sind Gelder bei diesen Banken sicher.

Fazit: Anleger im Vorteil

Eine weitere Direktbank, die um Guthaben deutscher Anleger kämpft bedeutet weiteren Wettbewerb und Konkurrenzkampf unter den Banken. Für Verbraucher ist diese Entwicklung grundsätzlich positiv. Im Tagesgeldvergleich kann sich die Sberbank Direct mit ihren durchweg guten Konditionen weit vorne positionieren, noch vor Größen wie der ING DiBa oder Cortal Consors. Wer nicht mehr als 100.000 Euro als Tagesgeld anlegen möchte, geht dank gesetzlicher Einlagensicherung kein größeres Risiko als bei anderen ausländischen Direktbanken wie MoneYou oder der Renault Bank direkt ein.

Weitere Informationen:

Update:

  • 19.03.2015: Die Zinsen für das Tagesgeldkonto wurden von 1,30% auf 1,10% gesenkt. Die Konditionen gelten für Neukunden und Bestandskunden.
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