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Festgeld

Festgeld Garantierte Verzinsung für die gewählte Laufzeit

Umfrage zur sicheren Geldanlage

Umfrage zur Sicherheit verschiedener Anlageformen. Das Festgeld steht für Sicherheit. Zum vergrößern anklicken. Quelle: comdirect bank AG.

Ein Festgeld ist eine zeitlich befristete und verzinste Geldanlage. Die häufigsten angebotenen Laufzeiten sind drei, sechs oder zwölf Monate. Manche Banken bieten unter dem Begriff Festgeld aber auch Anlagen mit mehreren Jahren an. Dies kann über zwei, fünf bis hin zu zehn Jahren gehen.

Einige Banken bezeichnen die Anlageform auch mit speziellen institutseigenen Namen und nutzen den eigentlichen Namen Festgeld nicht als Produktbezeichnung.

Zinshöhe abhängig von Anlagesumme und Dauer der Anlage

Für eine Festgeldanlage legt jede Bank in der Regel eine Mindestanlagesumme fest. Diese beginnt beispielsweise bei 2.500 Euro, bei anderen bei 10.000 Euro, in einigen wenigen Fällen jedoch auch schon ab 500 Euro.

Der zu Beginn der Laufzeit vereinbarte Zinssatz, ist dabei bis zum Ende der Festgeldanlage zugesichert. Während der Laufzeit ändert er sich nicht. Die Zinskonditionen sind häufig gestaffelt. Die Höhe des Zinssatzes ist abhängig von der Anlagesumme und von der Laufzeit. Je höher der Betrag und je länger die Laufzeit, desto höher ist meist der Zins.

Zins fest vereinbart für die gesamte Laufzeit

Der zu Laufzeitbeginn zugesagte Zinssatz bringt Planungssicherheit. Von Beginn an steht fest, wie hoch am letzten Tag der Festgeldanlage die Zinszahlung sein wird. Die Zinsen für Festgeld von bis zu einem Jahr Laufzeit, lassen sich meist mit denen von Tagesgeld vergleichen. Eine Festgeldanlage hat bei einem sinkenden Zinsniveau den Vorteil, dass sich die Anleger den aktuellen Zins für einen längeren Zeitraum sichern können.

Der Anleger sollte sich jedoch sicher sein, dass er sein Geld für die Dauer der Anlage nicht benötigt. Denn eine vorzeitige Auflösung, vor der regulären Fälligkeit, ist meistens nicht möglich. Bei einigen wenigen Angeboten ist eine Verfügung möglich und es erfolgt die Berechnung eines geringeren als dem vereinbarten Zins für die bereits vergangene Laufzeit.

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Regelung der Bank bei Fälligkeit beachten

Einige Zeit vor Fälligkeit erhält der Kontoinhaber eine Information von der Bank über das nahende Ende der Laufzeit des Festgeldes. Die Bank teilt dann die aktuellen Zinssätze für eine weitere Festgeldanlage mit und bittet den Kunden um eine Entscheidung, ob er

Meldet sich der Kunde bis drei Werktage vor Laufzeitende nicht, sehen die meisten Institute eine Verlängerung des Anlagebetrages, inklusive aufgelaufener Zinsen, um die gleiche Laufzeit vor. Gültig sind dann die am Tag der Wiederanlage gültigen Zinskonditionen. Andere Banken stellen den Betrag auf das bei Eröffnung angegebene Konto fällig, wenn der Anleger des Festgeldes sich nicht vor dessen Ablauf meldet.

Anleger sollten sich daher über die Vergehensweise zur Fälligkeit des Festgeldes bei dem gewählten Anbieter informieren.

Anlage mit Einlagensicherung

sicherWie sich die letzten Jahre aufgrund der Finanzkrise gezeigt hat, ist die Einlagensicherung einer Bank zu einem sehr wichtigen Aspekt bei der Geldanlage geworden. Sind die Einlagen einer Bank gesichert, hat der Sparer einen Rückzahlungsanspruch seines Guthabens in voller Höhe, auch wenn die Bank zahlungsunfähig werden sollte, maximal jedoch bis zur Höhe der gesicherten Einlagen. Dies gilt nicht für alle Arten von Geldanlagen, sondern nur für Sicht-, Termin- und Spareinlagen. Festgelder zählen zu den Termineinlagen und daher zur Einlagensicherung.

In Deutschland sind alle Banken die im Inland zugelassen sind, Pflichtmitglied bei der Entschädigungseinrichtung deutsche Banken (EdB). Dieser gesetzliche Einlagenschutz gilt bis zu einer Summe von 100.000 Euro pro Kontoinhaber. Bei Gemeinschaftskonten gilt dies pro Kontoinhaber. Ein Festgeldkonto von Eheleuten wäre daher bis zu 200.000 Euro gesichert.

Neben dieser gesetzlichen Verpflichtung gehören viele deutsche Kreditinstitute dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB) oder der Institutssicherung von Sparkassen und Volksbanken an. Mit dieser freiwilligen erweiterten Sicherung sind die Einlagen auch über die 100.000 Euro hinaus gesichert (bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals, bei neuen BdB-Mitgliedern in den ersten drei Mitgliedsjahren bis 250.000 Euro pro Kunde). Zum Problem könnte es eventuell in dem Fall kommen, wenn mehrere Banken gleichzeitig in Zahlungsunfähigkeit geraten.

In Deutschland sind aktuell auch viele Banken am Markt, deren Hauptsitz nicht in Deutschland liegt. Demzufolge sind diese Banken auch nicht Pflichtmitglied bei der deutschen gesetzlichen Einlagensicherung. Nach einer EU-Richtlinie müssen seit 2011 jedoch alle Banken in EU-Staaten eine gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 Euro aufweisen. Darüber hinaus besteht jedoch keine Verpflichtung für eine weitere Einlagensicherung. Bei hohen Anlagesummen sollten Anleger hierauf achten.

Freistellungsauftrag oder Abgeltungssteuer auf Zinsertrag 

abgeltungssteuerDie Zinsen für ein Festgeld sind einkommenssteuerpflichtig. Die Steuerpflicht besteht für das Jahr, indem die Zinszahlung erfolgt. Dies bedeutet zum Beispiel: Ein Festgeld mit Anlage für sechs Monate mit Beginn Mitte Juli wird Mitte Januar im folgenden Jahr fällig. Der gesamte Zinsertrag für die sechs Monate ist dann auch im folgenden Jahr zu versteuern. Ausschlaggebend ist ausschließlich der Tag der Zinszahlung.

Mit der Zinsgutschrift berechnet die Bank Abgeltungssteuer. Diese beläuft sich auf 25 Prozent des Zinsertrages und zuzüglich 5,5 Prozent davon als Solidaritätszuschlag. Für Mitglieder der katholischen oder evangelischen Kirche kommen zusätzlich acht oder neun Prozent (je nach Bundesland) Kirchensteuer hinzu. Die Bank vereinnahmt die Steuern und führt diese an die Finanzbehörden ab.

Ein Steuerabzug wird nicht vorgenommen, wenn ein Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe vorliegt. Jeder Steuerpflichtige hat einen jährlichen Freibetrag für Einkünfte aus Kapitalvermögen von 801 Euro (Alleinstehende). Für Verheiratete beträgt der Freibetrag gemeinsam 1.602 Euro.  Erst, wenn kein Freistellungsauftrag am Tag der Zinszahlung bei der entsprechenden Bank vorhanden ist oder wenn dieser bereits ausgeschöpft ist, kommt die Abgeltungssteuer zur Anwendung.

Ist der persönliche Steuersatz unter 25 Prozent oder wurde der Freibetrag nicht genutzt, kann zuviel gezahlte Abgeltungssteuer mit der Einkommensteuer über die Anlage Kapitalvermögen (KAP) verrechnet werden. Steuerliche Fragen beantwortet ein Steuerberater.

Drei häufige Fragen:

1. Für wen ist ein Festgeld geeignet?

Die Anlageform des Festgeldes ist für Anleger geeignet, die Wert auf Sicherheit legen und sicher sind, dass sie das Geld für die Dauer der Laufzeit nicht benötigen, denn eine vorzeitige Auflösung ist nicht möglich. Erlaubt die Bank im Bedarfsfall doch eine Verfügung  vor Laufzeitende, fällt meist die Zinszahlung weg. Nur wenige Festgeldanbieter zahlen dann für die bereits vergangene Laufzeit einen geringeren Zinssatz.

Mit Festgeld kann die Zeit für einen größeren Betrag bis zu seiner Verwendung, beispielsweise bis zur Kreditrückzahlung oder dem Autokauf, überbrückt werden.

Gegenüber Tagesgeld kann eine Festgeldanlage sinnvoll sein, wenn die Festgeldzinsen höher sind oder wenn sich die Guthabenzinsen auf einem sinkenden Niveau befinden. Für die Laufzeit des Festgeldes ist der Zins garantiert.

Festgeld ist eine Anlage, um die sich der Kontoinhaber während der Laufzeit nicht kümmern muss. Viele Banken haben jedoch die  Regelung, dass das Festgeld – sofern sich der Kunde kurz vor Fälligkeit nicht meldet – mit gleichem Betrag und für die gleiche Laufzeit verlängert wird. Daran sollte der Anleger denken, wenn er über das Kapital verfügen möchte.

2. Wie kann ein Festgeld bei einer Direktbank eröffnet werden?

Die Eröffnung eines Festgeldkontos bei einer Direktbank erfolgt in der Regel online. Die Eröffnungsunterlagen sendet die Bank jedoch auf Wunsch auch per Post zu. Ein Festgeld kann auf eine oder mehrere Personen (meist Eheleute) eröffnet werden.

Für die Kontoeröffnung sind die persönlichen Daten (Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geburtsort, Adresse) sowie die Angabe eines Referenzkontos nötig. Bei manchen Banken ist ein Festgeldkonto auch nur möglich, wenn bereits ein Tagesgeldkonto besteht. Von diesem wird dann der Anlagebetrag abgebucht.

Ist das Festgeldkonto das erste Konto bei der betreffenden Bank, ist die Prüfung der Legitimation des Kontoinhabers nötig. Dies erfolgt mittels PostIdent-Verfahren. Mit der online Kontoeröffnung kann der Kontoinhaber einen PostIdent-Coupon ausdrucken. Mit diesem sowie seinem Personalausweis kann der Kontoinhaber persönlich bei einer Postfiliale/-agentur seine Legitimation prüfen lassen. Die Bestätigung der Daten sendet die Post dann direkt zur Bank.

Das Festgeldkonto kann online geführt werden. Auf Wunsch ist in der Regel auch Telefonbanking möglich.

Die Zugangsdaten für die Online-Verwaltung des Kontos erhält der Kontoinhaber per Post. Dabei erfolgt die Zusendung der einzelnen Bestandteile, wie Kontonummer, Geheimzahl (PIN) und gegebenenfalls Transaktionsnummern (TANs, sofern nicht mobile TANs genutzt werden), immer in separaten Postsendungen.

Damit bei der Zinsgutschrift kein Steuerabzug erfolgt, müssen die Kontoinhaber einen Freistellungsauftrag bei der betreffenden Bank stellen. Dies ist meist auch online möglich. Für den Freistellungsauftrag ist die persönliche Identifikationsnummer notwendig. Bei Eheleuten ist die entsprechende Nummer beider Ehepartner anzugeben.

3. Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld? Was die Gemeinsamkeiten?

festgelderTagesgeld und Festgeld (bis zu 12 Monate) sind eigentlich für die kurzfristige Anlage vorgesehen. Für beide Anlagearten gilt die Einlagensicherung. Die Zinssätze liegen auf einem ähnlich hohen Niveau.

Beim Tagesgeld gibt es in der Regel keine Mindestanlagesumme. Bereits für den ersten Euro erfolgt eine Zinsberechnung. Diese erfolgt tagesgenau. Die Höhe des Zinses kann sich jederzeit ändern. Über das Guthaben kann täglich verfügt werden.

Festgeld dagegen hat Mindestanlagesummen, die meist bei einigen Tausend Euro liegen. Zu Beginn entscheidet sich der Anleger für eine bestimmte Laufzeit. Der Zins wird für diese Zeit garantiert. Je nach Anlagesumme und Dauer der Anlage gibt es unterschiedliche Zinssätze. Eine Verfügung ist erst mit Fälligkeit der Festgeldanlage möglich.

Die Konditionen für Tagesgeld und Festgeld bei den einzelnen Banken am Markt, meist Direktbanken, sind sehr unterschiedlich. Neben der Zinshöhe, variieren die Mindestanlagesumme, die Staffelung der Zinssätze sowie die angebotenen Laufzeit für Festgelder. Zudem ist der Zinssatz für eine Festgeldanlage nicht immer höher als der Satz für ein Tagesgeld. Dieser variiert sehr von Bank zu Bank und ist abhängig von der Marktentwicklung.

Anleger sollten daher vor einer Entscheidung für Tagesgeld oder Festgeld die Konditionen der Anbieter vergleichen. Rufen Sie hier weitere Informationen zum Tagesgeld ab.

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