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Kreditkarte

Kreditkarte Wichtige Details und Unterschiede erklärt

Kreditkarten sind für das weltweite bargeldlose Bezahlen bestimmt. Sei es im Restaurant, Hotel, an der Tankstelle, im Einzelhandel oder bei Bestellungen im Internet. Die Angabe der Kartendaten sowie eine Unterschrift, alternativ im Internet die Angabe der Prüfziffer, reichen zum Bezahlen aus.

Vielfach dienen Kreditkarten auch als Sicherheit für eine Kaution bei Mietwagen, bei Reservierungen im Hotel oder Theater. Es genügt die Kartendaten anzugeben. Wird dann beispielsweise das reservierte Hotelzimmer nicht storniert, aber auch nicht genutzt, hat das Hotel das Recht die vereinbarten Kosten von der Kreditkarte abzubuchen.

Kartennummer, Prüfziffer und Geheimzahl

Auf der Vorderseite einer Kreditkarte sind das Logo des Kartenanbieters, die 16-stellige Kartennummer, das Gültigkeitsdatum sowie der Name des Karteninhabers aufgeprägt. Es handelt sich dabei in der Regel um einen Hochdruck, der hervorgehoben angebracht ist. So lässt sich ein Abdruck der Karte auch mit einem sogenannten Ritsch-Ratsch-Gerät vornehmen, die jedoch nur noch selten im Einsatz sind.

Die Rückseite enthält neben dem Magnetstreifen, ein Feld für die Unterschrift des Karteninhabers sowie eine dreistellige Prüfziffer. Manche Anbieter bieten auch die Möglichkeit aus Sicherheitsaspekten ein kleines Foto des Karteninhabers aufzudrucken.

Um an Geldautomaten abheben zu können, ist eine Geheimzahl (PIN) notwendig.

Unterschiedliche Kartenanbieter und Kartenarten

Die bekanntesten Anbieter von Kreditkarten sind MasterCard und Visa. Weitere Anbieter sind auch American Express und Diners Club. Manche Banken bieten eine Auswahl unter den verschiedenen Anbietern, andere arbeiten nur mit einem Anbieter zusammen.

Einige Kreditkarten gibt es nur im Zusammenhang mit einem Girokonto, andere sind davon unabhängig.

Die verschiedenen Kreditkartenarten sind:

Karten mit und ohne Jahresgebühr

Die Jahresgebühren für Kreditkarten richten sich nach dem ausgebenden Institut. Manche Institute, besonders Direktbanken, bieten die Karten kostenfrei an. In anderen Fällen beläuft sich die Gebühr für ein Jahr auf 20 bis 35 Euro.

Vorsicht bei Zusatzleistungen

Bei einigen Kreditkarten gibt es für eine höhere Jahresgebühr, von 50 bis zu mehreren Hundert Euro, besondere Ausführungen, wie beispielsweise Gold, Silber oder Platin. Diese Karten beinhalten in der Regel Service- sowie Versicherungsleistungen. Zu den Versicherungen zählen beispielsweise Reiseversicherungen, wie Auslandsreisekranken-, Reisegepäck- sowie Reiseabbruch- und Reiserücktrittsversicherung, Unfall- und Rechtsschutzversicherung  oder ein Kfz-Schutzbrief. Zum Teil ist der Karteninhaber mit diesen Versicherungen bereits ohnehin abgesichert und meist sind die Versicherungen separat auch günstiger zu haben, als die Gebühr für die Kreditkarte. Damit die Versicherungen in Kraft treten, ist je nach den Bedingungen zur Kreditkarte, teilweise die Bezahlung mit der Karte Voraussetzung.

Kenntnis über Gebühren und Kartenlimit sinnvoll

Das direkte Bezahlen mit der Kreditkarte ist in Ländern mit Euro-Währung kostenfrei. Bei Fremdwährungen ist mit einer Auslandseinsatzgebühr von bis zu zwei Prozent des Betrags zu rechnen.

Für die Nutzung von Geldautomaten sind die Regelungen sehr unterschiedlich. Die Gebühr kann zwischen ein bis vier Prozent des Betrages, von mindestens 2,50 Euro bis 7,50 Euro, reichen. Dazu kommt eventuell die ausländische Automatengebühr.

Direktbanken haben meist keine eigenen Geldautomaten. Zum Teil geben sie daher an die Inhaber von Girokonten kostenfreie Debit-Karten aus. Mit diesen können die Karteninhaber in allen Ländern mit Euro-Währung, bei manchen Banken auch weltweit, ohne Kosten Geldautomaten nutzen. Dies ist jedoch nicht bei allen Direktbanken der Fall, da einige die kostenfreie Bargeldversorgung im Inland mit der Girokarte (Maestro oder V-Pay) anbieten.

Da die Gebührenregelungen sehr unterschiedlich sind, sollten sich Karteninhaber genau bei ihrem kartenausgebenden Institut dazu erkundigen. Nur so kann ein Karteneinsatz so erfolgen, dass möglichst wenig Gebühren gezahlt werden.

Unterschiede gibt es auch bei den Kartenlimits. Jede Kreditkarte hat ein Limit für tägliche und wöchentliche Verfügungen an Geldautomaten und für Kaufumsätze. Der Inhaber der Karte sollte diese Limits kennen und sie im Bedarfsfall anpassen lassen.

Bei Verlust zügige Sperrung wichtig

Sollte die Kreditkarte verloren gehen oder gestohlen werden, ist es wichtig die Karte schnellstmöglich sperren zu lassen. Hierfür geben die Kartenanbieter Telefonnummern für den Sperrdienst bekannt. Der bundesweit zentrale Sperr-Notruf ist die Rufnummer 116 116. Innerhalb von Deutschland ist die Hotline kostenfrei erreichbar.

Ist die Karte abhanden gekommen und wird sie nicht gleich nach Kenntnisnahme durch den Karteninhaber gesperrt, haftet dieser für einen entstehenden Schaden. Denn er ist verpflichtet die Karte sorgsam und gewissenhaft zu verwahren. Bis zu welchem Betrag der Karteninhaber haften muss, kann dem Kartenvertrag oder den Geschäftsbedingungen des kartenausgebenden Instituts oder dem Kartenanbieter entnommen werden.

Drei häufige Fragen:

1. Was ist beim Umgang mit Kreditkarten grundsätzlich zu beachten?

Eine Kreditkarte sollte sorgfältig verwahrt werden. Kommt sie dennoch abhanden, ist eine schnellstmögliche Sperre notwendig. Die Geheimzahl zur Karte ist von dieser getrennt aufzubewahren. Die Kartendaten sollten nicht leichtfertig herausgegeben werden, denn vielfach reichen diese schon aus, um Abbuchungen vornehmen zu können. Die Kartendaten sollten nur bei seriösen Unternehmen hinterlegt werden.

Die Kreditkartenabrechnungen sind immer zeitnah zu kontrollieren. Dazu empfiehlt es sich die Belege, die der Karteninhaber beim Bezahlvorgang erhalten hat, aufzubewahren. Eine Kontrolle der Abrechnung ist besonders nach einem Urlaub im Ausland wichtig. Bei ungerechtfertigten Abbuchungen sollte sofort das kartenausgebende Institut informiert und eine Stornierung verlangt werden.

Im Ausland sind die Gebühren für den Auslandseinsatz zu berücksichtigen. Diese werden prozentual vom Kartenumsatz berechnet. Zudem sind vielfach Gebühren für die Bargeldversorgung an Geldautomaten zu entrichten. Karteninhaber sollten über die Gebührenregelung ihrer Karte Bescheid wissen. Da die Regelungen sehr unterschiedlich sein können, kann man dazu keine pauschalen Aussagen.

Vor einer Auslandsreise sollten sich die Reisenden rechtzeitig vor Reiseantritt erkundigen, welche Kreditkarte (Mastercard oder Visa) im betreffenden Land die höchste Akzeptanz hat. So kann die entsprechende Karte noch rechtzeitig geordert werden.

Kreditkarten sind mit einem Limit ausgestattet, welches bei ihrer Nutzung pro Tag sowie in der Woche nicht überschritten werden kann. Dies muss nicht sehr noch sein. Beträgt es beispielsweise nur 500 Euro, kann dies zu Problemen führen, wenn eine Hotelrechnung oder auch ein Mietwagen bezahlt werden muss. Daher sollten Karteninhaber sich bei dem kartenausgebenden Institut erkundigen, wie hoch ihr Limit ist und dieses gegebenenfalls für die Zeit der Reise erhöhen lassen. Niedrige Limits sollen meist zur Sicherheit bei einem Missbrauch dienen.

2. Nach welchen Kriterien sollte die Auswahl der Kreditkartenart erfolgen?

Für denjenigen, der die Kreditkarte nur gelegentlich nutzt, als Ergänzung zu anderen Zahlungsmitteln, für den ist in der Regel eine Debit-Karte ausreichend. Direktbanken geben diese meist kostenfrei im Zusammenhang mit einem Girokonto aus. Die Umsätze werden, wie bei der Girokarte (Maestro oder V-Pay), direkt nach der Nutzung vom Konto abgebucht. Genutzt werden kann die Karte innerhalb des Guthabens oder im eingeräumten Dispositionskredit. Die Debit-Karte ist unabhängig von der Bonität des Kontoinhabers.

Auch für die Prepaid-Karte  ist keine Prüfung der Kreditwürdigkeit nötig. Die Karte kann nur im Rahmen des Guthabens genutzt werden, welches zuvor  auf das Kartenkonto eingezahlt wurde.  Besonders für Schüler und Studenten bietet sich diese Karte für Auslandsreisen an. Aber auch für Privatpersonen, die für eine Reise eine Kreditkarte benötigen, jedoch aufgrund ihrer Bonität bei ihrer Bank keine andere Kreditkarte erhalten.

Wer seine Karte häufig nutzt und auch viel auf Reisen ist, kann sich auch für eine Charge-Karte entscheiden. Der Karteninhaber erhält bis zur monatlichen Abrechnung für die getätigten Zahlungen einen kostenfreien Kredit. Die Karten haben meist eine Jahresgebühr. Wichtig ist es, alle Belege aufzubewahren und die Abrechnung zu kontrollieren. Gerade bei Auslandsreisen kommt es hin und wieder zu Fehlbuchungen.

Eine Revolving Karte / Credit Card ist die „klassische Kreditkarte“. Für die Beantragung einer Credit Card sind regelmäßige Einkünfte sowie eine gute Bonität (Kreditwürdigkeit) Voraussetzung. Die Karte ist für Personen geeignet, die ihre Konten regelmäßig kontrollieren und für die schnellstmögliche Rückzahlung sorgen. Jede Zahlung auf das Kartenkonto muss vom Karteninhaber extra veranlasst werden. Für die Nutzung des Kartenkontos sind hohe Zinsen zu zahlen. Wer da den Überblick verliert, gerät schnell in die Schuldenfalle.

Kreditkarten mit zusätzlichen Versicherungsleistungen rentieren sich meist nicht.

3. Sind Kreditkarten an ein Girokonto gebunden?

Eine Debit-Karte ist immer an ein Girokonto gebunden. Eine Charge-Karte in den meisten Fällen.

Unabhängig vom Girokonto-Anbieter sind die Prepaid-Kreditkarte sowie die Revolving Karte / Credit Card.

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