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Einlagensicherung

Einlagensicherung So sicher ist Ihr Geld bei einer Direktbank angelegt

beispiel absicherung bei banken

Die Grafik zeigt den Unterschied zwischen der gesetzlichen und freiwilligen Einlagensicherung, bei einer Tagesgeldanlage von 150.000 Euro.

Wer sich mit dem Thema Geldanlage beschäftigt, fragt sich zwangsläufig wie sicher das eigene Geld eigentlich bei der gewählt Bank angelegt ist. Einerseits ist die Sicherheit von der gewählten Anlagestrategie abhängig, so ist beispielsweise ein Investment in Aktien risikoreicher als eine Tagesgeldanlage. Anderseits stellt sich aber auch die Frage nach der Einlagensicherung der jeweiligen Bank.

Sollte eine Bank nicht in der Lage sein die Gelder der Kunden auszuzahlen, so werden die Anleger über eine oder mehrere der o.g. Einlagensicherungen entschädigt. Geschützt sind Kundeneinlagen und Kundenforderungen aus Wertpapiergeschäften.

Kundeneinlagen bei Direktbanken sind z.B.:

Im Falle einer Bankeninsolvenz greifen für Anleger verschiedene Einlagensicherungs-Systeme. In Deutschland sind Guthaben bei Filial- und Direktbanken über folgende Einrichtungen geschützt:

Einlagensicherung beträgt mindestens 100.000 Euro

Alle Banken die in Deutschland einen Niederlassung betreiben, auch solche aus anderen EU-Staaten, sind gesetzlich zu einer Einlagensicherung von mindestens 100.000 Euro verpflichtet. Seit 1998 gilt das so genannte Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz, kurz EAEG. Alle Banken, ausgenommen Sparkassen und Landesbanken, sind hierdurch verpflichtet eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Entschädigungseinrichtung sicherzustellen. Ohne diese Mitgliedschaft erfolgt keine Zulassung der Bank über die BaFin.

Hieraus folgt: Eröffnen Sie z.B. ein Tagesgeld- oder Girokonto bei einer Direktbank, so ist das Guthaben auf diesen Konten für mindestens 100.000 Euro pro Person gesetzlich abgesichert.

Höhere Absicherungsgrenzen durch freiwillige Mitgliedschaften

Über die gesetzliche Einlagensicherung hinausgehend, sind viele Banken in freiwilligen Sicherungseinrichtungen aktiv. Über diese Einlagensicherungsfonds kann eine höhere Guthabensicherung für Bankkunden gewährleistet werden. Die Höhe der Einlagensicherung orientiert sich hierbei an dem Eigenkapitel der jeweiligen Bank.

Beispielsweise ist die größte deutsche Direktbank, die ING DiBa, Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. Durch diese Mitgliedschaft kann sie eine Sicherungsgrenze von 1,49 Milliarden Euro (Stand: Mai 2013) je Kunde aufweisen.

Absicherungsgrenzen der 10 größten Direktbanken

Sehen Sie hier die Absicherungsgrenzen der größten Direktbanken aus Deutschland, die Listung erfolgt absteigend nach Kundenzahl. Stand: Mai 2013.

Änderungen bis 2025

Der freiwillige Einlagensicherungsfonds, dem mehr als 170 Banken angehören und der seit über 30 Jahren besteht, hat eine Änderung der Absicherung bis zum Jahr 2025 angekündigt. Derzeit beträgt die Haftungsgrenze einer Bank 30% des maßgeblich haftenden Eigenkapitals.
In 2015, 2020 und 2025 wird dieser Prozent auf 20%, 15% bzw. 8,75% gekürzt.

Folgendes Beispiel verdeutlicht Ihnen die Änderungen am Beispiel der Cortal Consors. Unter der Voraussetzung eines konstanten Eigenkapitals.

  • Bis 31.12.2014, 30% des Eigenkapitals = 45 Millionen Euro
  • Ab 01.01.2015, 20% des Eigenkapitals = 30 Millionen Euro
  • Ab 01.01.2020, 15% des Eigenkapitals = 22,5 Millionen Euro
  • Ab 01.01.2025, 8,75% des Eigenkapitals = 13,125 Millionen Euro
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